Zwischen Beratung und Digitalisierung: Wie SPORT 2000 Österreich ihr Händler-Netzwerk im Sportfachhandel unterstützt

Warum Händleraktivierung kein Selbstläufer ist – und wie SPORT 2000 als Retail-Service-Organisation gemeinsam mit Marken und modernen Strukturen den Sportfachhandel neu denkt

Zwischen Beratung und Digitalisierung: Wie SPORT 2000 Österreich ihr Händler-Netzwerk im Sportfachhandel unterstützt

Warum Händleraktivierung kein Selbstläufer ist – und wie SPORT 2000 als Retail-Service-Organisation gemeinsam mit Marken und modernen Strukturen den Sportfachhandel neu denkt

Der Sportfachhandel verändert sich. Konsument:innen informieren sich digital, vergleichen Produkte online und holen sich Inspiration über Social Media – gekauft wird aber nach wie vor häufig dort, wo Beratung, Vertrauen und echte Kompetenz spürbar sind: im stationären Sportfachhandel.

Gleichzeitig stellt die zunehmende Digitalisierung Händler:innen vor neue Herausforderungen: Sichtbarkeit muss heute dort stattfinden, wo sich Kund:innen bewegen – idealerweise ohne hohen zusätzlichen Zeitaufwand im ohnehin intensiven Tagesgeschäft.

Im Mittelpunkt der Retail-Service-Organisation SPORT 2000 Österreich stehen deshalb moderne digitale Marketinglösungen. Gemeinsam mit socialPALS bringt SPORT 2000 Österreich digitale Markenkommunikation effizient in den stationären Sportfachhandel. Die Zielsetzung: digitale Aktivierung und gesteigerte regionale Sichtbarkeit durch effiziente Prozesse, zentrale Steuerung und einfache Umsetzung – ohne zusätzliche Komplexität für Händler:innen zu schaffen, sondern sie im Alltag gezielt zu entlasten.

Im Interview spricht Maria Hemmen, Head of Marketing von SPORT 2000 Österreich, über Händler-Marketing, digitale Aktivierung und warum persönliche Unterstützung trotz aller Technologie wichtig bleibt.

Maria Hemmen
Head of Marketing | SPORT 2000 Österreich

Maria, stell dich doch kurz vor – was ist deine Rolle bei SPORT 2000 Österreich?

Ich verantworte das Marketing bei SPORT 2000 Österreich und beschäftige mich gemeinsam mit meinem Team intensiv mit der Frage, wie wir unsere Händler:innen bestmöglich unterstützen können. Gerade in einer Zeit, in der sich Konsumentenverhalten und Marketing stark verändern, ist das extrem spannend.
Sport begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich habe an der Deutschen Sporthochschule in Köln Sportmanagement und -Kommunikation studiert und bin dann über verschiedene Stationen im Agenturumfeld 2020 zur SPORT 2000 Österreich gekommen.

Die Verbindung aus Sport, Handel und Kommunikation begeistert mich besonders, weil kompetente Beratung im Sportfachhandel einen enormen Mehrwert schafft. Der richtige Laufschuh hilft dabei, verletzungsfrei zu bleiben, ein professionelles Bikefitting sorgt für mehr Komfort am Rad und ein passender Skischuh entscheidet oft über einen richtig guten Skitag.

Auch wenn sich das Kaufverhalten verändert, bleibt genau diese Kompetenz im stationären Handel essenziell. Diesen Mehrwert sichtbar und erlebbar zu machen und damit einen Point of Experience zu schaffen, ist eine der spannendsten Herausforderungen in unserer Kommunikation.

Der Sporthandel verändert sich stetig. Wie erlebt ihr diese Entwicklung aktuell?

Der Markt und das Konsumverhalten haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Gleichzeitig bringt jede Veränderung aber auch Chancen mit sich, die wir als Retail-Service-Organisation gemeinsam mit unseren Händler:innen proaktiv nutzen wollen.

Konsument:innen informieren sich heute digital, holen sich Inspiration online und kommen oft sehr gut vorbereitet ins Geschäft. Umso wichtiger werden Kompetenz, persönliche Beratung und echte Spezialisierung. Genau dort liegen die großen Stärken unserer SPORT 2000 Händler:innen. Menschen suchen heute nicht nur Produkte, sondern im stationären Handel vor allem Servicequalität, Expertise und Vertrauen.

Mit unserer „Home of Experts“-Strategie gehen wir gezielt auf diese Entwicklung ein. Gemeinsam mit socialPALS ist es unser Ziel diese Qualität, auch außerhalb des Stores sichtbar zu machen. 

Was bedeutet das konkret für eure Rolle als SPORT 2000 Österreich?

Unsere Rolle hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Wir verstehen uns heute nicht mehr nur als Interessenvertretung, sondern als aktiver Dienstleister für unsere Händler:innen. Es geht um spürbare Entlastung und konkrete Mehrwerte im Geschäftsalltag. 

Unser Serviceportfolio reicht von Marketing- und Digitalservices wie der SPORT 2000 rent über Weiterbildung bis hin zu finanziellen Lösungen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Zentralregulierung in der Zusammenarbeit mit der DZB Bank, die viele Prozesse für Händler:innen deutlich effizienter und planbarer macht. Gleichzeitig investieren wir mit Formaten wie der Future Retail Academy stark in Wissenstransfer und Weiterbildung, weil sich Handel heute extrem schnell verändert. Händler:innen brauchen heute nicht nur gute Produkte, sondern auch Zugang zu Know-how, Unterstützung bei der Digitalisierung und moderne Marketinglösungen. Unser Anspruch ist dabei immer derselbe: Lösungen anzubieten, die Händler:innen Arbeit abnehmen – nicht zusätzliche schaffen. 

SPORT 2000 Österreich war innerhalb der ANWR-Gruppe die erste Organisation, die sich für socialPALS entschieden hat. Wie kam es dazu?

Wir haben uns bereits 2020 dazu entschieden, mit socialPALS zu starten und waren innerhalb der ANWR-Gruppe Vorreiter bei diesem Thema. Für uns war in der Zusammenarbeit entscheidend, dass die Lösung nicht nur technologisch funktioniert, sondern auch in der Praxis bei den Händler:innen ankommt. Denn genau dort entscheidet sich letztlich, ob eine Maßnahme erfolgreich umsetzbar ist oder nicht.

Heute können wir Markencontent zentral vorbereiten und gleichzeitig lokal bei unseren Händler:innen ausspielen. Dadurch entsteht professionelle digitale Sichtbarkeit, ohne dass Händler:innen selbst täglich individuelle Kampagnen steuern müssen. Und hier zeigt sich auch die Stärke der ANWR-Gruppe: Wenn es gute Lösungen gibt, werden innerhalb des internationalen Netzwerks Synergien geschaffen. socialPALS ist dafür ein sehr gutes Beispiel und wird seit 2022 auch in weiteren Ländern umgesetzt.

Was war die größte Herausforderung bei der Händleraktivierung?

Das Problem war nie der Content der Marken – der ist im Sportbereich in der Regel sehr hochwertig. Die Herausforderung bestand vielmehr darin, diesen Content wirklich zu den Händler:innen und von dort zu den Endkund:innen zu bringen. Relevante Inhalte lokal effizient ausspielbar zu machen – ohne zusätzlichen Aufwand auf Händlerseite – war einer der entscheidenden Punkte. Der Schritt hin zu digitalen Kampagnen benötigt Zeit, Ressourcen und Marketing-Know-how – zusätzlich zum laufenden Tagesgeschäft. Deshalb passiert diese Entwicklung nicht von heute auf morgen.

Wichtig ist, Verständnis zu schaffen, den Mehrwert transparent zu machen und Händler:innen Schritt für Schritt mitzunehmen, um das gesamte Potenzial auszuschöpfen. Genau hier setzen wir als Retail-Service-Organisation an.

Das sagen die Sporthändler:

Die Nutzung der socialPALS Plattform ist für mich eine echte Erleichterung im Arbeitsalltag. Besonders die Automatisierung spart viel Zeit und macht das Social-Media-Management deutlich effizienter. Die Handhabung ist intuitiv und unkompliziert, sodass ich ohne großen Aufwand regelmäßig Inhalte teilen kann. Gleichzeitig ist es eine schöne Ergänzung zu meinen eigenen Posts und unterstützt mich dabei, meine Kanäle kontinuierlich aktiv zu halten.
 

Sport Hofer KG
Lena Gleirscher

Was funktioniert heute besser als noch vor einigen Jahren?

Die Prozesse sind heute deutlich strukturierter und effizienter geworden. Kampagnen werden zentral vorbereitet und automatisiert ausgespielt. Gleichzeitig behalten Händler:innen jederzeit die volle Entscheidungsfreiheit. Das ist uns ganz wichtig.

Es ist ein Angebot innerhalb unseres SPORT 2000 Netzwerks, das sehr viele Vorteile bringt. Dadurch schaffen wir es, hochwertige Markenkommunikation effizient in die Regionen zu bringen und unsere Händler:innen in der Kundenansprache zu unterstützen. Für Händler:innen bedeutet das vor allem eines: weniger Komplexität und mehr Zeit für Kund:innen, Beratung und Verkauf.

Viele Händler hatten früher Berührungsängste mit digitalen Marketing-Themen. Hat sich das verändert?

Ja, definitiv. Die Offenheit gegenüber digitalen Themen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig sehen wir aber auch: Technologie allein reicht nicht aus. Wir wussten von Anfang an: Wenn es zu kompliziert wird, funktioniert es nicht. Was geholfen hat, war die Kombination aus einfacher Nutzung und persönlicher Unterstützung. Entscheidend war dabei auch der persönliche Support von socialPALS.

Ist heute alles perfekt – oder gibt es Themen, an denen ihr gemeinsam arbeitet?

Perfektion wird es in der Digitalisierung wahrscheinlich nie geben, weil es ein laufender Entwicklungsprozess ist. Es gab Funktionen und Werbeformate, die für uns wichtig waren und sich erst entwickeln mussten – zum Beispiel Formate wie Instagram Story Ads. Entscheidend ist aber, dass wir immer offen und lösungsorientiert zusammenarbeiten. Genau das macht für uns eine gute Zusammenarbeit aus.

Wie wichtig ist es für euch, als Retail-Service-Organisation Einfluss auf die Weiterentwicklung zu haben?

Sehr wichtig. Wir wollen nicht einfach nur eine Lösung nutzen, sondern aktiv mitgestalten. Feedback aus dem Händleralltag ist dabei extrem wertvoll und fließt laufend in die Weiterentwicklung ein. Genau dieser Austausch macht für uns einen großen Unterschied.

Das sagen die Sporthändler:

Für mich ist die Plattform vor allem wegen der Automatisierung ein großer Vorteil – sie nimmt mir im Alltag einiges an Arbeit ab. Da ich selbst nicht besonders aktiv auf Social Media bin, ist es ideal, dass meine Kanäle trotzdem regelmäßig bespielt werden. Besonders gut gefällt mir auch die große Markenvielfalt, die ich dadurch unkompliziert präsentieren kann.

 

Bruneder Schuh- u. Sportartikel e.U

Klaus Bruneder

Welche Rolle spielt dabei euer Händlernetzwerk?

Eine sehr große. Je stärker Händler:innen eingebunden sind, desto interessanter wird das System auch für Markenpartner. Gleichzeitig profitieren unsere Händler:innen wiederum davon, wenn starke Marken aktiv dabei sind. Dadurch entsteht ein echter Mehrwert für alle Seiten – Händler:innen, Marken und letztlich auch für die Endkund:innen. Genau darin liegt eine große Stärke von SPORT 2000: die Verbindung aus internationalem Netzwerk, modernen digitalen Lösungen und starker regionaler Verankerung.

Wie wird sich das Thema Händler-Marketing entwickeln?

Es wird strukturierter und noch stärker digital geprägt sein. Einzelkämpfer werden es zunehmend schwer haben, starke Netzwerke werden wichtiger.

Dennoch dürfen Individualität und Storytelling nie verloren gehen.

Was würdet ihr anderen Organisationen oder Marken mitgeben?

Händleraktivierung passiert nicht von allein – und sie wird gleichzeitig komplexer und schneller. Man braucht effiziente Lösungen, klare Prozesse und die richtige Unterstützung im Hintergrund, damit digitale Maßnahmen auch unkompliziert umsetzbar sind.

Wenn diese Faktoren zusammenspielen, entsteht echter Mehrwert – für Händler:innen, Marken und Endkund:innen.

Fazit:

Der Case von SPORT 2000 Österreich zeigt: Händleraktivierung ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Händler:innen erwarten heute konkrete Lösungen, die im Alltag funktionieren und gleichzeitig Zeit sparen.

Genau hier setzt SPORT 2000 Österreich als Retail-Service-Organisation an: mit digitalen Marketinglösungen, persönlicher Unterstützung und dem klaren Anspruch, Händler:innen zu entlasten statt zusätzliche Komplexität zu schaffen.

Gemeinsam mit Partnern wie socialPALS entstand in der Zusammenarbeit ein System, das Markenkommunikation effizient in die jeweiligen Regionen bringt – und gleichzeitig die Stärke des stationären Sportfachhandels sichtbar macht.

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